CALLING! / Aufruf!

Aufruf an ukrainische Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland!

Please find the English version below!

Liebe Schauspielerinnen und Schauspieler aus der Ukraine!
Ein herzliches Willkommen in Deutschland!

Die GÖTZ GEORGE STIFTUNG ist fassungslos über das Leben und Existenz bedrohende Geschehen in der Ukraine.

Deshalb möchten wir gerne dabei behilflich sein, Ihnen die ersten künstlerischen Schritte in unserem Land zu erleichtern, Kontakte zu knüpfen und zum Austausch zwischen ukrainischen und in Deutschland ansässigen Künstlern beizutragen.

Zudem bieten wir im Rahmen der Satzung der GÖTZ GEORGE STIFTUNG älteren Schauspielerinnen und Schauspielern eine Plattform, auf der Sie uns erzählen können, was Sie bewegt und so Ihre Hoffnungen, Gedanken sowie die Kultur Ihrer Heimat näherbringen.

Jeder veröffentlichte Video-Beitrag auf unserer Website wird finanziell vergütet. Zögern Sie nicht, uns anzuschreiben unter kontakt@goetz-george-stiftung.de. Wir freuen uns auf Sie, Ihre Inspiration und eine interessante Zusammenarbeit.

Wir hoffen mit Ihnen auf ein baldiges und friedliches Ende des Krieges.
Die GÖTZ GEORGE STIFTUNG wünscht Ihnen von Herzen alles Gute!

English version

Dear actors from Ukraine!
We welcome you in Germany!

The GÖTZ GEORGE FOUNDATION is deeply shocked by the events in Ukraine, which threaten so many people’s lives and livelihoods.

We want to support you in establishing a creative life in Germany and to make the new contacts. We also want to facilitate the exchange between Ukrainian and German based artists.

In line with the GÖTZ GEORGE FOUNDATION charter, we want to offer older (Ukrainian) actors a platform where they can voice what moves them, and share with us their hopes, dreams and the culture of their homeland.

Every contribution published on our website will receive payment. Don’t hesitate to contact us on kontakt@goetz-george-stiftung.de. We are looking forward to hearing from you, meeting you and receiving your creative contributions.

Together with you, we hope for a swift and peaceful resolution of the war. 

The GÖTZ GEORGE FOUNDATION wishes you all the very best!

HTW WEBSITES NEWS

KOOPERATION MIT DER HTW BERLIN

Prof. Dr. Anna Riedel, Professorin für digitales Business an der HOCHSCHULE FÜR WIRTSCHAFT UND TECHNIK (HTW) in Berlin und die GÖTZ GEORGE STIFTUNG sind eine interessante Kooperation eingegangen, die eine wertvolle Unterstützung für Schauspielerinnen und Schauspieler bedeutet.

Die Seminararbeit im Wintersemester 2021/22 im Rahmen des Studienprogramms der HTW beinhaltete eine Ausarbeitung von funktionellen Websites. Durch die Zusammenarbeit von Stiftung und Hochschule war es möglich, Schauspielerinnen und Schauspielern eine einmalige, kostenfreie Website-Erstellung als wirkungsvolle Präsentation für ihren Beruf und zugleich den angehenden BWLern eine ganz besondere Herausforderung anzubieten: sie mussten erstmals eine Website für Künstler erstellen, die sich in Zukunft im Netz und in der Realität beweisen muss.

In der Abschlusspräsentation des Seminars war dann eindrucksvoll zu erleben, welch technisches und analytisches Vorgehen, wieviel Recherchen und Vorarbeiten der Studenten vonnöten waren.

Gotthard Lange, Webseite erstellt von Paul Wellner
Ilona Schulz, Webseite erstellt von Jona Klein
Zejhun Demirov, Götz George Nachwuchspreis 2018, Webseite erstellt von Jonas Solty
Barbara Colceriu, Götz George Nachwuchspreis 2021, Webseite erstellt von Charlotte Plehn (Arbeitsversion)

Die Professorinnen der HTW profitierten ebenfalls von dieser Kooperation. Sie erhielten durch die von der Stiftung engagierte Berliner Schauspielerin Ines Bartholomäus ein unterstützendes Coaching für eine überzeugende Präsenz im Hörsaal.

Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Anna Riedel und ihren Studentinnen und Studenten für das zeitaufwendige Engagement und die kreative Umsetzung des Projektes.

Berlin, 19. März 2022

KUNST UND CORONA

Kunst und Corona

Die Corona Pandemie hat unser Land weiter im Griff. Das Virus ist noch nicht besiegt und wird uns auch in Zukunft beschäftigen. Die Krise in der Kulturwelt ist riesig – bedrohte Veranstaltungs- und Filmfirmen, Theater und Künstler stehen vor dem Aus. Deshalb erscheint es uns wichtig, nochmal auf einige öffentliche Hilfsmaßnahmen aufmerksam zu machen.

Überbrückungshilfe IV

Mit der Überbrückungshilfe IV unterstützt die Bundesregierung alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberufler bei der Deckung von betrieblichen Fixkosten ab einem Umsatzrückgang von
30 Prozent in jedem Monat im Zeitraum Januar bis Juni 2022, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wurde. Maßgeblich für die Höhe des Zuschusses ist der Referenzmonat im Jahr 2019.
Bei einem monatlichen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent im Dezember 2021 und Januar 2022 wird zusätzlich ein Eigenkapitalzuschuss von 30 Prozent auf die Summe der möglichen Fixkostenerstattung für jeden Fördermonat, in dem eine Antragsberechtigung vorliegt, gewährt.

Die Antragsfristen für Erst- und Änderungsanträge der Überbrückungshilfe IV enden am 15. Juni 2022. Die Förderung kann nur über prüfende Dritte beantragt werden und ist nicht auf Arbeitslosengeld oder Grundsicherung anrechenbar.

Weitere Informationen über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

24.April 2022

Neustarthilfe 2022

Zusätzlich zur Überbrückungshilfe IV steht die Neustarthilfe 2022 zur Verfügung. Sie richtet sich an Soloselbständige, kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten (mit Beschäftigungsverhältnissen bis zu 14 Wochen) und unständig Beschäftigte aller Branchen (mit Beschäftigungsverhältnissen von weniger als einer Woche), die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aufgrund geringer Fixkosten aber kaum von der Überbrückungshilfe IV profitieren. Sie können durch diese Förderung pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten. Voraussetzung hierfür ist, dass 51 Prozent der Einkünfte aus freiberuflicher bzw. gewerblicher, selbständiger Tätigkeit stammen und die oder der Antragstellende für Januar 2022 kein Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld bezogen hat.

Die Neustarthilfe 2022 ist in zwei Förderzeiträume aufgeteilt: Januar bis März 2022 und April bis Juni 2022 und kann bis zum 15.Juni 2022 beantragt werden.
Sie wird sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal als Vorschuss gezahlt und muss – je nach Umsatzentwicklung im Förderzeitraum – ggfs. anteilig zum 30.09.2022 bzw. für prüfende Dritte bis zum 31.12.2022 zurückgezahlt werden.
Da die Neustarthilfe 2022 zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und nicht zur Absicherung des Lebensunterhaltes dient, wird sie weder auf die Grundsicherung noch auf das Arbeitslosengeld angerechnet.

Weitere Informationen über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
und über die Service-Hotline der Bundesregierung zum Direktantrag für Selbständige: 030-1200 21034

24.April 2022

Grundsicherung

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie gilt nach wie vor der vereinfachte Zugang zu existenzsichernden Leistungen nach dem SGB II / SGB XII für Bewilligungszeiträume, die bis einschließlich 31.Dezember 2022 beginnen. In diesem Zeitraum ist die Vermögensprüfung ausgesetzt. Dabei ist unerheblich, ob erstmalig Leistungen beantragt werden oder ob es sich um einen Folgeantrag handelt. Heizung und Miete werden befristet in tatsächlicher Höhe anerkannt. Verwertbares Vermögen von über 60.000 Euro schließt eine Grundsicherung aus. Anträge zur Grundsicherung können per Brief, Mail oder online auf der Website der Agentur für Arbeit gestellt werden.

Mehr Informationen über www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung/

24.April 2022

 

Fonds Darstellende Künste:

Der Fonds fördert im Auftrag der Bundesregierung die vielseitige Arbeit freischaffender Künstlerinnen und Künstler in der frei produzierenden bundesdeutschen Szene der darstellenden Künste. Es werden experimentelle, interdisziplinäre und innovative Projekte unterstützt.
Um die Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern, wurden im Rahmen von NEUSTART KULTUR, dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanzierten Rettungs- und Zukunftspaket für den Kultur- und Medienbereich, umfassende Fördermaßnahmen ins Leben gerufen.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Programmlinien und Förderbedingungen unter: www.fonds-daku.de

17. Januar 2022

Pressemitteilung ALT

Pressemitteilung

Austausch unter Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern der Filmbranche –
Bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung von der GÖTZ GEORGE STIFTUNG und Woman in Film & Television (WIFT Germany) in Kooperation mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) im Rahmen von HoF Plus der Hofer Filmtage wurde die Forderung unterstrichen: „Und bitte! Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen“!

29. Oktober 2021 – Wie kann man im Kino, im Fernsehen und auf Streaming Plattformen die Wirklichkeit von Frauen über 50 realistischer als bisher abbilden? Wie können Frauenfiguren über 50 mehrschichtiger erzählt werden? Wie kann man erreichen, dass Schauspielerinnen über 50 weniger auf Alter und Herkunft, vor allem aber weniger auf ihr Aussehen reduziert werden? Und was braucht es, damit die meisten weiblichen Haupt- und Nebenrollen ab 50+ nicht überwiegend mit prominenten Schauspielerinnen besetzt werden, etwa weil man etliche Schauspielerinnen nicht mehr gesehen hat, da sie aufgrund zu weniger Rollenangebote nicht mehr besetzt wurden, oder weil die Quote im Vordergrund steht? Die Bandbreite an Inhalten, über die sich gestern auf der virtuellen Veranstaltung „Und bitte!“ Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen“ Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus den verschiedenen Bereichen der Filmbranche austauschten, war groß. Dabei waren u.a.: Frank Tönsmann (WDR), Wolfgang Grundmann (ZDF), Nadja Malkewitz (RTL), Leslie Malton (BFFS), Anna Schöppe (HessenFilm), Petra Wagner (Drehbuch/Regie), Lars Becker (Drehbuch/Regie), Nina Haun (Casting), Zazie de Paris (Schauspiel), Ilknur Boyraz (Schauspiel), Adriana Altaras (Regie/Schauspiel) und Prof. Dr. Elizabeth Prommer. Letztere bot einen Einblick über die aktuellen Zahlen aus der Neuauflage der Studie zur audiovisuellen Diversität in Film und Fernsehen in Deutschland. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Marika George (GÖTZ GEORGE STIFTUNG), Catherine Lieser (WIFT GERMANY) und Leslie Malton (BFFS).

Obwohl inzwischen einiges in Bewegung ist, stand fest: Es muss sich noch viel ändern, um Schauspielerinnen über 50 in Kino, Streaming und Fernsehen zu sehen, sichtbarer zu machen und die Lebensrealität von Frauen angemessen darzustellen. Es dürfe nicht nur um die Quote und den potentiellen Marktwert einer Geschichte gehen. Gerade die öffentlich rechtlichen Sender, aber auch alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Branche trügen Verantwortung. Ihre Geschichten prägten die Selbstwahrnehmung ihres Publikums und somit unsere Gesellschaft. Leslie Malton (BFFS) befand aber auch: „Wir Schauspielerinnen sind auch in der Pflicht, auf das Problem aufmerksam zu machen. Wenn wir besetzt sind, können wir die Regisseurinnen und Regisseure dazu anregen, unsere Figur komplexer und differenzierter zu erzählen.“ Und sie ergänzte: „Geschichten müssen mehr auf Augenhöhe erzählt werden. Das beziehe ich auch auf unseren Umgang miteinander.“

Bewusstsein schaffen, Klischeedenken hinterfragen, neue Strukturen errichten wie etwa Checklisten anlegen, die helfen, Entscheidungen zu prüfen: Das wären die ersten wichtigen Schritte, um die oben genannten Ziele zu erreichen, waren sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. Beginnen müsse man damit schon bei der Stoffentwicklung. „RTL Fiction etwa arbeitet schon seit einiger Zeit mit einem sogenannten Diversitäts-Assistenten“, berichtete Nadja Malkewitz. „Neben der Aufführung einer Reihe von Testverfahren hält der Assistent auch Checklisten für uns bereit. Diese sind nicht so zu verstehen, dass sie stoisch abgearbeitet werden, sondern bieten uns ein wichtiges Mittel der Reflexion. Dieses anhaltende Bewusstmachen empfinde ich gerade im laufenden Prozess als sehr wichtig.“ Denkbar wäre dies auch beim ZDF.
Redakteur Wolfgang Grundmann: „Es ist unsere Aufgabe, das gesamte gesellschaftliche Leben abzubilden und nicht nur einen Ausschnitt, der schön ist.“ Frank Tönsmann, WDR: „Das ist ein Bewusstseinsprozess, der beim WDR definitiv angekommen ist und an dessen Umsetzung wir schon seit längerem arbeiten. Natürlich achten wir dabei auf Parität.“ Elizabeth Prommer betonte: „Die Studie hat gezeigt, dass es dort, wo Leute mit Checklisten gearbeitet haben, zu positiven Änderungen kamen.“ Sie plädierte dafür, statt auf das Bauchgefühl zu hören, sich mit einer Checkliste noch einmal zu hinterfragen.

Drastisch äußerte sich Regisseur und Autor Lars Becker: „Diversität darf nicht als Thema begriffen und die Figuren nicht über Geschlecht, Sexualität, Herkunft und Religion legitimiert werden. Es braucht eine Normalisierung von Diversität, die mit Nachhaltigkeit erzählt wird.“

Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras‘ Forderung: „Lasst die 60-Jährigen auch tatsächlich von 60-Jährigen spielen!“ Schauspielerin Simone Wagner: „Es ist erstaunlich, wie häufig viele ältere Rollen von jüngeren Schauspielerinnen besetzt werden. Da mangelt es ganz offensichtlich an Mut. Folglich ist es kein Wunder, dass Frauen mit 50 Jahren den Druck haben, sie müssten wie 20-Jährige aussehen. Das Fernsehen lebt es ihnen vor, hat aber nichts mit unserer Lebensrealität zu tun.“ Von zwei Mut machenden Erlebnissen erzählten die Schauspielerinnen Zazie de Paris und Ilknur Boyraz. Zazie de Paris: „Eines Tages kam Liane Jessen vom HR auf mich zu und bot mir die Rolle der Fanny im Frankfurter ‚Tatort‘ an. Sie sagte: ‚Es kann doch nicht sein, dass Sie noch nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gespielt haben!‘“ Und Schauspielerin Ilknur Boyraz: „Kurz vor meinem 50. Geburtstag bekam ich ein Drehbuch für eine Hauptrolle, und ich dachte: Wow – was für ein schönes Geschenk und ein gutes Zeichen! Da geht noch was, da geht ganz viel. Vielleicht darf ich dann auch dann zum 70. Geburtstag die „Miss Marple“ spielen, die in einer Alterskommune auf Ibiza wohnt und schräge Hobbies hat, wie E- Gitarre spielen …“. Ihr Appell: mehr Netzwerke und Synergien zu bilden. Boyraz: „Auch wenn es sicher eine Weile dauert: Packen wir es an!“

„Und bitte! Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen“ war die erste Zusammenarbeit der GÖTZ GEORGE STIFTUNG und des internationalen Businessnetzwerkes für Frauen in der Medienbranche (WIFT Germany) in Kooperation mit dem BFFS im Rahmen von Hof Plus der Hofer Filmtage. Moderiert wurden die Gesprächsrunden von Knut Elstermann, Cornelia Köhler (WIFT Germany), Sandra Willmann (BFFS) und Urs Spörri.

Beim „Tacheles-Talk“ von Hof Plus wurde die Diskussion im Rahmen der Hofer Filmtage fortgesetzt. Nach der Begrüßung durch Marika George (GÖTZ GEORGE STIFTUNG), Thorsten Schaumann (Hofer Filmtage) und Catherine Lieser (WIFT Germany) kamen die Schauspielerinnen Adriana Altaras, Anke Sevenich, Anna Brüggemann und Simone Wagner unter der Moderation von Cornelia Köhler (WIFT Germany) zu Wort. Die Diskussion wurde live gestreamt.

Pressekontakt: PR Agentur Deutz, Gitta Deutz, 0172 / 2079810, pr@presseagentur-deutz.de
www.pr-deutz.de

29. Oktober 2021

Kooperation mit der HTW

Kooperation mit der HTW

Prof. Dr. Anna Riedel, Professorin für digitales Business an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Berlin, bot der Götz George Stiftung eine interessante Kooperation an, die eine wertvolle Unterstützung für Schauspielerinnen und Schauspieler bietet:

27. Oktober 2021

UND BITTE!

„Und bitte! Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen“
Impulspapier für Stoffentwicklung und Besetzung

Medien bilden die Gesellschaft nicht nur ab, sie sind meinungsbildend und beeinflussen nachweislich die Lebensrealität von Zuschauerinnen und Zuschauern. Als Reaktion auf die vielen Studien zur Geschlechterparität in Kino, Streaming und Fernsehen ist es Women In Film And Television (WIFT) und der GÖTZ GEORGE STIFTUNG wichtig, einen Beitrag zu einem notwendigen Kulturwandel zu leisten.

Die folgenden Impulse gehen aus den Gesprächsrunden des Think Tanks “Und bitte! Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen” hervor, der im Oktober von WIFT und der GÖTZ GEORGE STIFTUNG veranstaltet und in Kooperation mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) während der 55. Internationalen Hofer Filmtage stattfand. Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Branche berichteten über ihre Erfahrungen und gaben wichtige Impulse, die sich bestens zur Nachahmung und Weiterentwicklung eignen. Insbesondere haben sich Checklisten nachweislich bewährt.

Impulse für die Stoffentwicklung (Auswahl)

  • Müssen alle als Männerrollen konzipierten Figuren zwingend Männer sein? Bekommt der Stoff vielleicht einen neuen und spannenden Twist, wenn diese Rollen weiblich geschrieben werden?
  • Müssen Frauen über 50 überwiegend als Mütter, Omas oder betrogene Ehefrauen erzählt werden?
  • Wie werden weiblichen Figuren erzählt: Haben sie einen Namen, einen Beruf, welche Haltung und Werte
    vermitteln sie?
  • Wird die Attraktivität einer weiblichen Figur über äußere Merkmale erzählt oder über Charaktereigenschaften?
  • Kommen in dem Drehbuch genauso viele Männer wie Frauen vor?
  • Begegnen sich Männer und Frauen auf Augenhöhe?
  • Ist der Dialoganteil der weiblichen und männlichen Figuren angemessen verteilt bzw. ausgeglichen?
  • Wie divers werden Frauen erzählt (Herkunft, Religion, Sexualität)?

Impulse für die Besetzung (Auswahl)

  • Können männlich angelegte Rollen auch von Schauspielerinnen gespielt werden?
  • Müssen Schauspielerinnen dem normierten Schönheitsideal entsprechen, um als attraktiv zu gelten?
  • Wie vielfältig ist das physische Erscheinungsbild der besetzten Schauspielerinnen?
  • Entspricht das Alter der Schauspielerinnen dem Alter der Figuren?
  • Wie gelingt es, Schauspielerinnen zu besetzen, die lange nicht mehr engagiert wurden?
  • Wie divers werden Schauspielerinnen besetzt (Herkunft, Religion, Sexualität)?

20. Dezember 2021

NEWS 3: Workshop im Garn Theater

Demnächst - Neuer Workshop im Garn Theater

Aufgrund der Begeisterung der ersten Kooperation zwischen der GÖTZ GEORGE STIFTUNG, der Schauspielschule Starter und Adolfo Assor vom Garn Theater, in der der Austausch zwischen den Generationen sowie die Arbeit an Körper, Stimme und Improvisation auf der Theaterbühne thematisiert wurde, haben sich alle Beteiligten für einen erneuten Schauspiel-Workshop entschieden.
Adolfo Assor wird dann zum zweiten Mal die jungen Schauspielstudenten vor künstlerisch, kreative Aufgaben stellen.

30. Januar 2020

Workshop 2019

Wise Women’s World

Wise Women's World

Eine Initiative von Amor Schumacher und Sonja Ortiz

Wise Women’s World ist ein fortlaufendes Interview-Projekt mit Frauen ab 60 Jahren – darunter zahlreiche Schauspielerinnen – zur generationenübergreifenden Wertschätzung und Wissensvermittlung. Das Wissen, welches alte Frauen mit sich tragen, ist wertvoll und muss weitergegeben werden. Wise Women’s World gibt Frauen ab sechzig die Sichtbarkeit und die Stimme, die sie verdienen!

Amor Schumacher, Sema Poyraz, Sonja Ortiz

Eine Installation von bereits gedrehten Videos zeigten die Regisseurinnen im Rahmen der Berlinale 2020 bei ProQuote-Film-Veranstaltung “Share your power”in der Akadamie der Künste am Pariser Platz. Zusätzliche Informationen über das Projekt, die Frauen und weitere Interviewrunden auf https://www.wisewomensworld.org.

Amor Schumacher ist Schauspielerin und Regisseurin aus Berlin. Mit einer starken, visuellen Form und minimalstem Dialog erschafft sie in ihren Filmen Welten, in denen man nie alleine ist und Horror und Humor immer um die Ecke luken.

Sonja Ortiz ist Schauspielerin und Filmemacherin aus Berlin. Ihr Regie-Debüt, der Kurzfilm „Supay“, gedreht in Peru hatte 2018 Premiere und ist derzeit weltweit auf Filmfestivals zu sehen. Im Mai 2018 nahm sie an der Masterclass Autorenfilm mit Regie-Legende Werner Herzog teil. Zurzeit arbeitet sie mit Absolventen der Masterclass aus fünfzehn Ländern an dem Dokumentarfilm TELL ME, welcher die psychologischen Folgen der Isolation durch die Coronakrise zum Thema hat.

19. Februar 2021

UNTERSTÜTZUNG DER DEUTSCHEN FILMAKADEMIE BERLIN

Kooperation mit der deutschen Filmakademie

Seit 2019 ist die Götz George Stiftung Fördermitglied der Deutschen Filmakademie e.V.. Diese Unterstützung ermöglicht der Deutschen Filmakademie e.V. Veranstaltungen zu organisieren, die u.a. Schauspielerinnen und Schauspieler zum Dialog auffordern und ein passendes Umfeld bieten, ihre Arbeit zu reflektieren. Diese Räume können und sollen von allen genutzt werden, und geben gerade älteren Schaupielerinnen und Schauspielern die Gelegenheit, aktiv an der Diskussion um die Kunst des Schauspiels teilzunehmen.

Maria Köpf und Anne Lappin, Geschäftsführerinnen Deutsche Filmakademie © Copyright Florian Liedel

Darüber hinaus versetzt die Unterstützung der Götz George Stiftung die Deutsche Filmakademie e.V. in die Lage, u.a. älteren Schauspielerinnen und Schauspieler für eine gewisse Zeit bei dem Mitgliedsbeitrag entgegen zu kommen, was diesen Mitgliedern ermöglicht, ein Teil der Filmfamilie zu bleiben.

Wir sind der Götz George Stiftung sehr dankbar“ betont Anne Leppin, Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie e.V. und fügt hinzu: „gerade im Alter ist es für viele Filmschaffende besonders wichtig, einen Ort des Austauschen zu haben, und als Mitglied der Deutschen Filmakademie e.V. mit der verantwortungsvollen Aufgabe betraut zu sein, über die Nominierungen der Kolleginnen und Kollegen mit abzustimmen.

Wir freuen uns außerdem sehr über das Engagement der Götz-George-Stiftung bei der Unterstützung des Filmnachwuchses im Rahmen von FIRST STEPS. Damit ist die Zusammenarbeit mit der Deutschen Filmakademie in dieser Form einzigartig und wir bedanken uns für die großartige Kooperation bei Marika George“, ergänzt Maria Köpf, ebenso Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie e.V..

05. Februar 2020