Kooperation mit der HTW

Kooperation mit der HTW

Prof. Dr. Anna Riedel, Professorin für digitales Business an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Berlin, bot der Götz George Stiftung eine interessante Kooperation an, die eine wertvolle Unterstützung für Schauspielerinnen und Schauspieler bietet:

27. Oktober 2021

UND BITTE!

„Und bitte! Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen“
Impulspapier für Stoffentwicklung und Besetzung

Medien bilden die Gesellschaft nicht nur ab, sie sind meinungsbildend und beeinflussen nachweislich die Lebensrealität von Zuschauerinnen und Zuschauern. Als Reaktion auf die vielen Studien zur Geschlechterparität in Kino, Streaming und Fernsehen ist es Women In Film And Television (WIFT) und der GÖTZ GEORGE STIFTUNG wichtig, einen Beitrag zu einem notwendigen Kulturwandel zu leisten.

Die folgenden Impulse gehen aus den Gesprächsrunden des Think Tanks “Und bitte! Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen” hervor, der im Oktober von WIFT und der GÖTZ GEORGE STIFTUNG veranstaltet und in Kooperation mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) während der 55. Internationalen Hofer Filmtage stattfand. Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Branche berichteten über ihre Erfahrungen und gaben wichtige Impulse, die sich bestens zur Nachahmung und Weiterentwicklung eignen. Insbesondere haben sich Checklisten nachweislich bewährt.

Impulse für die Stoffentwicklung (Auswahl)

  • Müssen alle als Männerrollen konzipierten Figuren zwingend Männer sein? Bekommt der Stoff vielleicht einen neuen und spannenden Twist, wenn diese Rollen weiblich geschrieben werden?
  • Müssen Frauen über 50 überwiegend als Mütter, Omas oder betrogene Ehefrauen erzählt werden?
  • Wie werden weiblichen Figuren erzählt: Haben sie einen Namen, einen Beruf, welche Haltung und Werte
    vermitteln sie?
  • Wird die Attraktivität einer weiblichen Figur über äußere Merkmale erzählt oder über Charaktereigenschaften?
  • Kommen in dem Drehbuch genauso viele Männer wie Frauen vor?
  • Begegnen sich Männer und Frauen auf Augenhöhe?
  • Ist der Dialoganteil der weiblichen und männlichen Figuren angemessen verteilt bzw. ausgeglichen?
  • Wie divers werden Frauen erzählt (Herkunft, Religion, Sexualität)?

Impulse für die Besetzung (Auswahl)

  • Können männlich angelegte Rollen auch von Schauspielerinnen gespielt werden?
  • Müssen Schauspielerinnen dem normierten Schönheitsideal entsprechen, um als attraktiv zu gelten?
  • Wie vielfältig ist das physische Erscheinungsbild der besetzten Schauspielerinnen?
  • Entspricht das Alter der Schauspielerinnen dem Alter der Figuren?
  • Wie gelingt es, Schauspielerinnen zu besetzen, die lange nicht mehr engagiert wurden?
  • Wie divers werden Schauspielerinnen besetzt (Herkunft, Religion, Sexualität)?

20. Dezember 2021

NEWS 3: Workshop im Garn Theater

Demnächst - Neuer Workshop im Garn Theater

Aufgrund der Begeisterung der ersten Kooperation zwischen der GÖTZ GEORGE STIFTUNG, der Schauspielschule Starter und Adolfo Assor vom Garn Theater, in der der Austausch zwischen den Generationen sowie die Arbeit an Körper, Stimme und Improvisation auf der Theaterbühne thematisiert wurde, haben sich alle Beteiligten für einen erneuten Schauspiel-Workshop entschieden.
Adolfo Assor wird dann zum zweiten Mal die jungen Schauspielstudenten vor künstlerisch, kreative Aufgaben stellen.

30. Januar 2020

Workshop 2019

Wise Women’s World

Wise Women's World

Eine Initiative von Amor Schumacher und Sonja Ortiz

Wise Women’s World ist ein fortlaufendes Interview-Projekt mit Frauen ab 60 Jahren – darunter zahlreiche Schauspielerinnen – zur generationenübergreifenden Wertschätzung und Wissensvermittlung. Das Wissen, welches alte Frauen mit sich tragen, ist wertvoll und muss weitergegeben werden. Wise Women’s World gibt Frauen ab sechzig die Sichtbarkeit und die Stimme, die sie verdienen!

Amor Schumacher, Sema Poyraz, Sonja Ortiz

Eine Installation von bereits gedrehten Videos zeigten die Regisseurinnen im Rahmen der Berlinale 2020 bei ProQuote-Film-Veranstaltung “Share your power”in der Akadamie der Künste am Pariser Platz. Zusätzliche Informationen über das Projekt, die Frauen und weitere Interviewrunden auf https://www.wisewomensworld.org.

Amor Schumacher ist Schauspielerin und Regisseurin aus Berlin. Mit einer starken, visuellen Form und minimalstem Dialog erschafft sie in ihren Filmen Welten, in denen man nie alleine ist und Horror und Humor immer um die Ecke luken.

Sonja Ortiz ist Schauspielerin und Filmemacherin aus Berlin. Ihr Regie-Debüt, der Kurzfilm „Supay“, gedreht in Peru hatte 2018 Premiere und ist derzeit weltweit auf Filmfestivals zu sehen. Im Mai 2018 nahm sie an der Masterclass Autorenfilm mit Regie-Legende Werner Herzog teil. Zurzeit arbeitet sie mit Absolventen der Masterclass aus fünfzehn Ländern an dem Dokumentarfilm TELL ME, welcher die psychologischen Folgen der Isolation durch die Coronakrise zum Thema hat.

19. Februar 2021

UNTERSTÜTZUNG DER DEUTSCHEN FILMAKADEMIE BERLIN

Kooperation mit der deutschen Filmakademie

Seit 2019 ist die Götz George Stiftung Fördermitglied der Deutschen Filmakademie e.V.. Diese Unterstützung ermöglicht der Deutschen Filmakademie e.V. Veranstaltungen zu organisieren, die u.a. Schauspielerinnen und Schauspieler zum Dialog auffordern und ein passendes Umfeld bieten, ihre Arbeit zu reflektieren. Diese Räume können und sollen von allen genutzt werden, und geben gerade älteren Schaupielerinnen und Schauspielern die Gelegenheit, aktiv an der Diskussion um die Kunst des Schauspiels teilzunehmen.

Maria Köpf und Anne Lappin, Geschäftsführerinnen Deutsche Filmakademie © Copyright Florian Liedel

Darüber hinaus versetzt die Unterstützung der Götz George Stiftung die Deutsche Filmakademie e.V. in die Lage, u.a. älteren Schauspielerinnen und Schauspieler für eine gewisse Zeit bei dem Mitgliedsbeitrag entgegen zu kommen, was diesen Mitgliedern ermöglicht, ein Teil der Filmfamilie zu bleiben.

Wir sind der Götz George Stiftung sehr dankbar“ betont Anne Leppin, Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie e.V. und fügt hinzu: „gerade im Alter ist es für viele Filmschaffende besonders wichtig, einen Ort des Austauschen zu haben, und als Mitglied der Deutschen Filmakademie e.V. mit der verantwortungsvollen Aufgabe betraut zu sein, über die Nominierungen der Kolleginnen und Kollegen mit abzustimmen.

Wir freuen uns außerdem sehr über das Engagement der Götz-George-Stiftung bei der Unterstützung des Filmnachwuchses im Rahmen von FIRST STEPS. Damit ist die Zusammenarbeit mit der Deutschen Filmakademie in dieser Form einzigartig und wir bedanken uns für die großartige Kooperation bei Marika George“, ergänzt Maria Köpf, ebenso Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie e.V..

05. Februar 2020

Tagebucheintrag einer Schauspielerin

Tagebucheintrag einer Schauspielerin

von Angela Roy

Ein Blick in den Kalender zeigt mir, dass ich im letzten Jahr um diese Zeit schon vier Filme gedreht hatte und mich in der fünften Produktion befand. Das war 2019. Aber jetzt haben wir Corona und nichts ist wie zuvor. Obwohl der Drehbetrieb langsam wieder anläuft und einige Theater öffnen, hat sich alles verändert. Es ist Ende Juli und alle meine Produktionen wurden abgesagt oder auf das nächste Jahr verschoben. Wie wird es wohl weitergehen? Wie werden wir im nächsten Jahr auf die Corona-Zeit zurückblicken? Werden wir diese Zwangspause genutzt haben, um nachzudenken? Ich hoffe sehr!!! Der Lockdown hat uns gezeigt, dass wir alle mehr oder weniger in einem Boot sitzen, voneinander abhängig sind und nur gemeinsam überfällige Veränderungen be-wältigen können.

Ein Virus zwingt uns zum Stillstand und alle müssen Alles neu überdenken. Und vielleicht ist es unsere letzte Chance, wer weiß… In jedem Fall SIND Veränderungen überfällig vom Klimawandel bis zur Gleichstellung. Gerade wir als Künstler haben die Aufgabe, ein Abbild der Gesellschaft zu zeigen, Visionen darzustellen, unbequem zu sein, Mut zu beweisen, als Vorbild für Veränderungen zu dienen. Nur wie wollen wir allein zur Gleichstellung von Frau und Mann beitragen, wenn in unserer angeblich aufgeklärten Kreativ-Branche Frauen immer noch deutlich weniger Gage und Hauptrollen bekommen und überhaupt gute Frauenrollen immer noch die Ausnahme sind, für ältere Schauspielerinnen sowieso.

Was für ein Weltbild projizieren wir denn da? Keines, dass der künstlerischen System-relevanz entspricht. Genauso fehlt es an gesellschaftlicher Vielfalt in der Summe der Produktionen. Die Realität ist da deutlich weiter. Es geht nicht um jung gegen alt, Frau gegen Mann, weiß gegen schwarz, arm gegen reich; es geht um das Miteinander auf Augenhöhe! Es ist beschämend, dass wir im Jahr 2020 immer noch über diese Selbstverständlichkeiten verhandeln müssen. Ich habe das Glück, zu den 5% aller Schauspieler zu gehören, die von ihrem Beruf leben können. Umso mehr, als ich eine Frau und alleinerziehende Mutter bin. 

Copyright: Mirjam Knickrehm

Doch in dem Maße, in dem ich mich über mein Glück diesbezüglich freue, bin ich beschämt in dem Wissen, dass es 95% der Kollegen nicht können. Und von diesen 95% trifft es die Frauen am Heftigsten und die älteren Schauspielerinnen noch heftiger. Hoffentlich nutzen wir den Lockdown, unseren Horizont zu erweitern, das Bewusstsein zu schärfen. Spätestens Corona zeigt uns, wir werden neue Wege gehen müssen für unser aller Fortbestand… Die Natur braucht uns Menschen nicht, aber wir brauchen die Natur zum Leben, zum Überleben! Und dazu brauchen wir auch die kreative Kunst.

Es gibt viel zu tun, packen wir es gemeinsam an!

Angela Roy, Schauspielerin

28. Juli 2020

FILMPROJEKTE

FILMPROJEKTE

FILMP-ROJEKTE

Climacteria

Die junge Produzentin Elisabeth Köller, die an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) studiert, erarbeitet mit ihren Kommilitoninnen die Pilotfolge für die Serie ”Climacteria”, in der es um eine Frau geht, die zu Beginn des Klimakteriums Superkräfte entwickelt. Die Wechseljahre werden sozusagen als eine übernatürliche Verwandlungs- und Abenteuergeschichte erzählt. Das Tabu, das diese Lebensphase einer Frau in der Öffentlichkeit umgibt, soll mit diesem Film für alle Menschen aufgebrochen und thematisiert werden.
Aufgrund dieser Aufgabenstellung sind die engagierten Filmemacherinnen und Filmemacher besonders sensibilisiert für Altersdiskriminierung und stellen eine ältere Schauspielerin in den Mittelpunkt – für die GÖTZ GEORGE STIFTUNG ein Grund mehr, dieses Projekt zu unterstützen.

Den Trailer zum Film finden Sie unter www.youtube.com/watch?v=yeNyLbnCn7c

Weitere Informationen unter www.climacteria.com

Frühjahr/Sommer 2022

Unterstützung Kurzfilmprojekt der Film Universität Babelsberg

Ein Kurzbericht von Valentin Mack / Produktionsleiter „Smàre“

„ „Smàre“ ist ein Kurzfilmprojekt von Studierenden der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, in dem es um die schwindenden Kräfte eines alten Ehepaares in den Alpen geht.
Erzählt als Genrefilm ( Horror ) beleuchtet dieses kleine Alpenmärchen Anna und Paul, die abgeschieden in einer kleinen Hütte in den Bergen leben. Nach und nach treten seltsame Ereignisse ein und die Grenzen zwischen weltlichen Sorgen, Ängsten und dem Übernatürlichen beginnen, langsam zu verschwinden.

Wolfgang Hundegger, Hauptdarsteller und Anastasia Gavriola, Kamera
Wolfgang Hundegger, Hauptdarsteller und Valentin Wanker, Regie
Teamfoto Produktion „Smàre“

Regiestudent Valentin Wanker möchte mit diesem Film durch den abergläubischen Blick der Tiroler Folklore eine Liebe zwischen zwei schwindenden Menschen erzählen.

Die Götz George Stiftung ist für uns hierbei ein toller Partner, da wir mit zwei älteren Schauspielern aus der Region Tirol gedreht haben und ihnen somit ihre künstlerische Leistung adäquat vergüten konnten.“

20. März 2020

Schauspiel trotz(t) Corona

SCHAUSPIEL TROTZ(T) CORONA

Künstler sind in Zeiten der Pandemie besonders von der Krise betroffen.
Es ist nicht absehbar, wann sich der Theatervorhang wieder hebt und alle Kameras wieder laufen.
Mit diesem Video-Projekt bietet die Götz George Stiftung Schauspielerinnen und Schauspielern die Möglichkeit, kreativ zu sein und sie zu unterstützen.
Schauen Sie einfach mal rein! Wir freuen uns auf weitere Interessenten.

Klicken Sie hier, um zu den Videos zu gelangen:
www.goetz-george-stiftung.de/schauspiel-trotzt-corona

20. Juli 2020

Pressemitteilung

Pressemitteilung

„Und bitte!“ Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kino, Streaming und Fernsehen
Zwei virtuelle Veranstaltung von der GÖTZ GEORGE STIFTUNG und Woman in Film & Television (WIFT Germany) in Kooperation mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) im Rahmen von Hof  Plus der Hofer Filmtage am 28. Oktober 2021

Schauspielerinnen, die über 50 Jahre alt sind, sind im Film im Vergleich zu Männern nach wie vor stark unterrepräsentiert. Das Ungleichgewicht bezieht sich nicht allein auf die Anzahl der besetzten Rollen, es besteht auch ein Missverhältnis in der Darstellung und Inszenierung. Über mehr Präsenz von Frauen über 50 in Kino, Streaming und Fernsehen tauschen sich am 28. Oktober am Vormittag und Nachmittag auf zwei virtuellen Veranstaltungen Vertreter*innen aus den verschiedenen Gewerken der Filmbranche aus, um gemeinsam über neue Ansätze der Stoffentwicklung und Besetzung zu sprechen.
„Und bitte!“ Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Kinofilmen, Streaming und Fernsehen ist die erste Zusammenarbeit der Götz George Stiftung und des internationalen Businessnetzwerkes für Frauen in der Medienbranche (WIFT Germany) in Kooperation mit dem BFFS im Rahmen von Hof Plus der Hofer Filmtage.

Eingeleitet wird die Vormittagsveranstaltung (10.30 Uhr – 12.00 Uhr) mit einem Kurzvortrag von Prof. Dr. Elizabeth Prommer, die die aktuellsten Zahlen aus der Neuauflage der Studie über audiovisuelle Diversität in Film und Fernsehen in Deutschland präsentiert. Anschließend setzen sich in mehreren Gesprächsrunden Vertreter*innen aus den Bereichen Produktion, Fernsehredaktion, Streamingredaktion, Schauspiel, Regie, Casting, PR und Förderung zusammen, darunter Leslie Malton (BFFS), Nina Haun (Casting), Lars Becker (Drehbuch/Regie), Frank Tönsmann (Redaktion, WDR), Zazie de Paris (Schauspiel), Ilknur Boyraz (Schauspiel), Anna Schöppe (HessenFilm), Adriana Altaras (Regie/ Schauspiel), Nadja Malkewitz (Produktion, RTL), Iris Wolfinger (Produktion, Warner.Bros) und Petra Wagner (Drehbuch/Regie). Es moderieren u.a. Knut Elstermann und Sandra Willmann. Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.

Am Nachmittag (16.00 – 16.45 Uhr) wird die Diskussion beim „Tacheles-Talk: Mehr Schauspielerinnen ab 50 in Film, Streaming und Fernsehen“ in einer anderen Runde fortgesetzt. Nach der Begrüßung durch Thorsten Schaumann (Hofer Filmtage), Marika George (Götz George Stiftung) und Catherine Lieser (WIFT Germany) kommen die Schauspielerinnen Adriana Alteras, Anke Sevenich, Anna Brüggemann und Simone Wagner unter der Moderation von Cornelia Köhler (WIFT) zu Wort. Diese Veranstaltung wird live gestreamt: https://hofer-filmtage.com/en/ ab 16.35 Uhr können via Chat Fragen gestellt werden: https://www.youtube.com/c/InternationaleHoferFilmtage

Pressekontakt: PR Agentur Deutz, Gitta Deutz, 0172 / 2079810, pr@presseagentur-deutz.de
www.pr-deutz.de

21. Oktober 2021