KUNST UND CORONA

Kunst und Corona

Die Corona Pandemie hat unser Land weiter im Griff. Das Virus ist noch nicht besiegt und wird uns auch in Zukunft beschäftigen. Die Krise in der Kulturwelt ist riesig – bedrohte Veranstaltungs- und Filmfirmen, Theater und Künstler stehen vor dem Aus. Deshalb erscheint es uns wichtig, nochmal auf einige öffentliche Hilfsmaßnahmen aufmerksam zu machen.

Überbrückungshilfe III Plus

Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützt die Bundesregierung alle von der Corona- Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler bei der Deckung von betrieblichen Fixkosten ab einem Umsatzrückgang von 30 Prozent in jedem Monat im Zeitraum Juli bis September 2021, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wurde. Maßgeblich für die Höhe des Zuschusses ist der Referenzmonat im Jahr 2019.

Die Konditionen entsprechen denen der Überbrückungshilfe III.
Zusätzlich wird eine Restart-Prämie zur Wiedereinstellung von Personal gewährt. Die Antragstellung der Überbrückungshilfe III Plus erfolgt über prüfende Dritte. Am 31. Oktober 2021 endet die Antragsfrist.
Mehr Informationen über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Neustarthilfe Plus

Mit dem neuen Programm Neustarthilfe Plus werden weiterhin u.a. Soloselbstständige, unständig Beschäftigte aller Branchen (mit Arbeitsverhältnissen von weniger als einer Woche) sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten (mit Arbeitsverhältnissen bis zu 14 Wochen) unterstützt, die Corona-bedingte Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, diese aber aufgrund geringer Fixkosten nur unzureichend in der Überbrückungshilfe III Plus geltend machen können. Neu ist, dass der Förderzeitraum bis September 2021 verlängert und der Vorschuss der Betriebskostenpauschale auf maximal 4.500 Euro für Berechtigte angesetzt wurde. Nach Ablauf des Förderzeitraums muss die genaue Höhe der Neustarthilfe Plus berechnet werden und zwar auf Grundlage des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Juli bis September 2021.

Antragstellende dürfen für Juli 2021 kein Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld bezogen haben. Direktanträge zur Neustarthilfe III Plus können bis 31.Oktober über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Mehr Informationen und FAQ sind unter folgendem Link verfügbar: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Neustarthilfe-Plus/neustarthilfe-plus.html.

04. August 2021

Überbrückungshilfe III

Dieser nicht rückzahlbare Fixkostenzuschuss schließt neben Unternehmen und Soloselbständigen erstmals auch die freiberuflich Beschäftigten, d.h. sowohl die unständig Beschäftigten wie auch die kurz befristet Beschäftigten mit ein. Diese Hilfe kann bis Ende Juni 2021 in Anspruch genommen werden, sofern kein Bezug von Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld besteht. Die Höhe der Hilfsgeldzahlungen richtet sich nach dem Umfang des Umsatzausfalls im Vergleich zu den Zeiten vor der Pandemie. Geltend gemacht werden können lediglich betriebliche Fixkosten.

Die neue Überbrückungshilfe III umfasst auch die sogenannte „Neustarthilfe“, sie betrifft diejenigen, die keine Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend machen können, trotzdem aber hohe Umsatzeinbrüche zu verzeichnen haben, also hauptsächlich unständig und kurz befristet Beschäftigte. Sie können einmalig 50 Prozent des Umsatzes des Vorkrisenzeitraumes 2019, max. 7.500 Euro, erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung anzurechnen. Sie wird zunächst als Vorschuss ausbezahlt. Nach Ablauf des Förderzeitraums, also ab Juli 2021, wird die Höhe der Neustarthilfe endgültig nach dem realen Umsatz der Monate Januar bis Juni 2021 berechnet. Diese Endabrechnung hat bis zum 31. Dezember 2021 zu erfolgen.

Beantragt werden kann diese Betriebskostenpauschale vom 16.02.2021 bis 31.08.2021 unter Nutzung des vom Finanzamt bekannten ELSTER-Zertifikats und ohne Beauftragung eines Steuerberaters über
https://direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Der Service-Desk für Soloselbständige des Bundeswirtschaftsministeriums hilft unter folgender Nummer weiter: 030-1200 21034 (Servicezeiten Mo-Fr, 8-18 Uhr).

Weitere Informationen und Antragstellung:
www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
www.bundesregierung.de/breg-de/themen/buerokratieabbau/ueberbrueckungshilfe-1841274
www.bffs.de/2021/02/06/die-corona-hilfe-fuer-freie-schauspielerinnen-kommt/
www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/unterstuetzung-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438

04. Mai 2021

Grundsicherung:

Darüber hinaus hat der Gesetzgeber vorübergehend den Zugang zu Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, aber auch für Kurzarbeiter und Selbstständige vereinfacht, um den Lebensunterhalt während der Corona-Krise zu sichern. Bei Anträgen auf Grundsicherung bis einschließlich 31. Dezember 2021 findet eine Aussetzung der Vermögensprüfung für die ersten sechs Monate statt. Heizung und Miete werden in tatsächlicher Höhe anerkannt. Verwertbares Vermögen von über 60.000 Euro schließt eine Grundsicherung aus. Der Antrag auf Grundsicherung kann per Brief, Mail oder online auf der Website des Jobcenters gestellt werden. Allerdings ist der Weg zur Bewilligung der Grundsicherung oft nicht so problemlos, wie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales propagiert.

17. Februar 2021

Fond Darstellende Künste:

Der Fonds fördert im Auftrag der Bundesregierung die vielseitige Arbeit freischaffender KünstlerInnen in der frei produzierenden bundesdeutschen Szene der darstellenden Künste. Es werden experimentelle, interdisziplinäre und innovative Projekte unterstützt.
Aufgrund der Corona-Krise hat der Fonds Darstellende Künste zusätzlich das Programm #takecare ins Leben gerufen. Hier werden auch Stipendien für einzelne KünstlerInnen oder für Gruppen bis max. fünf Personen bis zu je 5.000 € vergeben. 

Mehr Informationen über Programm und Bedingungen finden Sie unter: www.fonds-daku.de

04. Mai 2021