KUNST und CORONA

Seit Wochen hält uns das sich weltweit ausbreitende Corona-Virus in Atem. Die Wirtschaft – auch die Kulturwirtschaft – liegt am Boden. Verheerende Auswirkungen machen sich besonders in diesem Sektor bemerkbar. Die Folge sind von der Existenz bedrohte Künstler, wie z. B. Schauspieler am Theater, beim Film, Fernsehen, Funk und Synchron.
Um die Folgen dieser Krise abzumildern, leistet die Bundesregierung mit einem milliardenschweren Programm finanzielle Soforthilfe für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer, also für diejenigen, die entweder ein Unternehmen, z.B. ein kleines Theater, bis zu einer Mitarbeiterzahl von 5 Personen oder  als solo-selbstständige Unternehmer d.h. ohne Mitarbeiter, ihre eigene, weisungsunabhängige Produktion betreiben.  Die Soforthilfe dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen, nicht der Abdeckung der Lebenshaltungskosten. Als Ergänzung hierzu kann Grundsicherung nach ALG II beantragt werden.
Mehr Informationen zum Hilfspaket für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmer unter www.bundesregierung.de/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438

Für alle, die durch ihre Festanstellung die Möglichkeit eines Kurzarbeitergeldes in Anspruch nehmen können, ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig.

Darüber hinaus hat der Gesetzgeber vorübergehend den Zugang zu Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende vereinfacht. Unter anderem findet bis 30.06.2020 keine Vermögensprüfung statt, Unterkunft und Heizung werden in tatsächlicher Höhe anerkannt. Der Antrag auf Grundsicherung kann formlos telefonisch, per E-Mail oder per Brief beim zuständigen Jobcenter gestellt werden. Dies könnte ggf. für berufsmäßig unständig beschäftigte Schauspieler*innen Sinn machen.

Auch die GVL beteiligt sich an der Hilfe für Corona-Geschädigte und zahlt Vorschüsse auf künftige Ausschüttungen an freiberuflich tätige Wahrnehmungsberechtigte.