AKTUELLE FILMPREMIEREN

Zwei von der GÖTZ GEORGE STIFTUNG unterstützte Filmprojekte feiern in diesem Herbst ihre Premiere. Beide Filme zeigen eindrucksvoll, wie junge Filmschaffende gesellschaftlich relevante Themen mit künstlerischer Kraft und Sensibilität aufgreifen.

PLAN F

Ein Film von Ina Balon

 

Der Film PLAN F – gefördert von der GÖTZ GEORGE STIFTUNG – feiert seine Premiere bei den 59. Internationalen Hofer Filmtagen – einem der traditionsreichsten deutschen Filmfestivals. Im Anschluss wurde der Film bei einer Family & Friends Premiere in Berlin gezeigt.

 

Franka ist Punk, wild und laut, doch ihr Stern verblasst. Ihre jüngere Schwester Maya hat sich zu ihren Eltern aufs Dorf zurückgezogen und lebt jetzt irgendwo zwischen Gummistiefeln, Kaffee auf dem Sofa und null Bock auf Veränderung. Als Franka glaubt, die dritte Schwester Lilly, die vermisst wird, auf der Straße gesehen zu haben, hat sie die Eingebung, zumindest Maya „retten“ zu müssen. Was folgt, ist ein chaotischer Roadtrip von Brandenburg nach Berlin, eine Nacht voller Streit und viel Gelächter, alter Schuldzuweisungen und neuer Ehrlichkeit.

 

Am Ende steht keine Lösung – aber vielleicht ein Anfang. Eine schonungslose Bestandsaufnahme zweier Frauen, die sich näher sind, als sie glauben.

 

AUS DER MITTE GERISSEN

Ein Kurzfilm von Gonca de Haas.
 

Der ebenfalls von der GÖTZ GEORGE STIFTUNG geförderte Kurzfilm AUS DER MITTE GERISSEN feierte seine Weltpremiere auf den 59. Internationalen Hofer Filmtagen.


Im Anschluss wurde der Film beim 25. Filmfest Frauenwelten in Berlin gezeigt.

 

ZUM INHALT:

Nach einer Myom-OP erfährt Hava, dass man ihr ohne ihr Wissen die Gebärmutter entfernt hat – ein Eingriff, der ihr Selbstbild als Frau tief erschüttert.

 

 

 

>> Filmseite bei den Internationalen Hofer Filmtagen

>> Filmfest Frauenwelten – Programm

>> Instagram @aus_der_mitte_gerissen_torn

„Mit meinem Kurzfilm „Aus der Mitte gerissen“ möchte ich die Problematik von unnötigen Gebärmutterentfernungen eindringlich beleuchten. Havas Geschichte verdeutlicht die Machtlosigkeit und den Verlust von Autonomie, die eine Hysterektomie für eine junge Frau bedeuten kann. Der unerwartete Verlust der Gebärmutter raubt ihr nicht nur die Chance auf eine Schwangerschaft, sondern erschüttert ihr Selbstbild und ihre Identität.

Die Verarbeitung dieses Traumas stellt Hava vor enorme Herausforderungen.

Ihre Geschichte berührt zentrale Fragen nach Weiblichkeit, Identität und dem Umgang mit einem unwiderruflichen Verlust. Havas Geschichte ist ein Appell, die Hysterektomie nicht als Routineeingriff zu betrachten, sondern die weitreichenden Folgen für Frauen ernst zu nehmen.

Es ist wichtig, dass Frauen umfassend aufgeklärt werden und die Entscheidung für oder gegen eine Hysterektomie gut informiert und selbstbestimmt treffen können.“

Gonca de Haas / Drehbuchautorin

© Kameramann Chris Hirschhäuser
© Kameramann Chris Hirschhäuser