#PerspectiveMatters –
Neue Perspektiven auf das Alter

Natascha Bub gewinnt den UFA-Serienwettbewerb

Natascha Bub © Mathias Bothor

Mit der 2025 gestarteten Serienausschreibung #PerspectiveMatters hat die UFA erneut ein deutliches Signal gesetzt: Gesucht wurden fiktionale serielle Formate, die „die besten Geschichten aus der zweiten Lebenshälfte“ erzählen. Angesprochen waren ausdrücklich Filmschaffende sowie Autorinnen und Autoren ab 50 Jahren.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Alter in TV und Streaming repräsentiert wird und welche Geschichten bislang ungenutzt bleiben. Ein Anliegen, das dem Stiftungszweck der GÖTZ GEORGE STIFTUNG unmittelbar entspricht. Die externe Jury setzte sich zusammen aus: Petra K. Wagner, Tayfun Bademsoy, Tom Keune und Marika George, Vorstandsvorsitzende der GÖTZ GEORGE STIFTUNG.



Die Resonanz war eindrucksvoll: Mehr als 270 Stoffideen wurden eingereicht. Durchgesetzt hat sich die Drehbuchautorin, Schriftstellerin und Schauspielerin Natascha Bub mit ihrem Serienkonzept ZUGABE. Die Jury beschreibt den Stoff als poetisch, feinfühlig und kraftvoll. Neben einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro erhält sie die Möglichkeit, ihr Projekt gemeinsam mit der UFA weiterzuentwickeln – mit dem Ziel einer seriellen Verfilmung.

„Ich glaube, wir alle haben ein Recht darauf, vorzukommen, gesehen zu werden und gefeiert. Diese Auszeichnung bedeutet mir so viel, weil ZUGABE trotz allem Scheitern und Verschwinden und Kämpfen vom Weitermachen erzählt, vom Weiterlieben und Weitertanzen, vom Weiterleben. Weil es auf gewisse Weise eine Geschichte ist, die viel mit mir zu tun hat. Und die hoffentlich bald weitere Menschen berührt.“

Natascha Bub, Gewinnerin von #PerspectiveMatters

 

Für die GÖTZ GEORGE STIFTUNG ist die Kooperation mit #PerspectiveMatters mehr als eine punktuelle Zusammenarbeit. Sie entspricht dem Grundsatz der Stiftung, ältere Künstlerinnen und Künstler zu stärken und das Alter als künstlerisches wie gesellschaftliches Thema in den Mittelpunkt zu rücken. Mit ZUGABE erhält eine Geschichte Raum, die zeigt: Die zweite Lebenshälfte ist kein Nachklang, sondern Gegenwart und Stoff für große Erzählungen.

„Mich überzeugt, wie präzise und unaufgeregt mit Themen wie Scham, Kontrollverlust, Begehren, Würde und Gemeinschaft umgegangen wird – gerade im Kontext von Alter und Körperlichkeit. Die Figuren sind komplex, ungeschönt und tragen echte Konflikte. Sie machen keine Wandlung ‚zur besseren Version‘, sondern ringen um Handlungsspielräume, Selbstdefinition und Nähe. Es geht hier nicht darum, dass sie ‚noch mal‘ relevant sein wollen – sondern darum, dass sie immer noch relevant sind, auch wenn das System sie längst aussortiert hat.“

Tom Keune, Jurymitglied von #PerspectiveMatters

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der UFA >>